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Kirchengesetz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands über die Disziplinargerichtsbarkeit (DisziplinargerichtsG VELKD)

Vom 28. Oktober 2009

ABl. VELKD Bd. VII S. 426

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§ 1

Dieses Kirchengesetz gilt für Disziplinarverfahren gegen
  1. Pfarrer, Pfarrerinnen, Kirchenbeamte und Kirchenbeamtinnen und andere Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) oder einer Gliedkirche der VELKD stehen,
  2. in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehende Personen der Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen des öffentlichen Rechts, über die die VELKD oder eine Gliedkirche die Aufsicht führt.
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§ 2
(zu § 51 Abs. 2 DG.EKD)

Mit der Verpflichtung auf das Bekenntnis ihrer Kirche sind die Mitglieder der Disziplinargerichte im Bereich der Vereinigten Kirche und ihrer Gliedkirchen auf das evangelisch-lutherische Bekenntnis, die Mitglieder der Disziplinarkammer in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland mit reformiertem Bekenntnisstand auf das reformierte Bekenntnis verpflichtet.
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§ 3

Verfahren, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens1# dieses Gesetzes bereits beim Disziplinarsenat der VELKD gerichtshängig sind, werden durch diesen nach den Bestimmungen des Disziplinargesetzes der VELKD vom 4. Mai 2001 (ABl. VELKD Bd. VII, S. 150), zuletzt geändert durch Kirchengesetz vom 17. Oktober 2006 (ABl. VELKD Bd. VII, S. 333), fortgeführt.

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Red. Anm.: Die Vorschrift ist entsprechend Artikel 5 des Kirchengesetzes der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands zur Neuordnung des Disziplinarrechts (Disziplinarrechtsneuordnungsgesetz VELKD) (DRNOG VELKD) vom 28. Oktober 2009 (ABl. VELKD Bd. VII S. 426) und der Verordnung über das Inkrafttreten des Disziplinargesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 28. Oktober 2009 vom 26. Februar 2010 (ABl. EKD 2010, S. 126) am 1. Juli 2010 für die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Hannover in Kraft getreten.